NATURPARK - WANDERHOTEL GRÜNER BAUM

Die Faszination für 2 Räder mit Motor entdeckten wir schon Anfang der 70er Jahre, als wir zwei Buben in der Scheune die NSU Max unseres Vaters hervor stöberten. Putzen, Benzin und Öl einfüllen, Vergaser einstellen und die alte Dame lief auf Anhieb. Natürlich musste sie auch „getunt“ werden, soll heißen, alles was nicht unbedingt zum Fahren notwendig war wurde abgeschraubt. Leider endete ihre Karriere an einem Baum auf der hauseigenen * Cross-Strecke*.
Mit 16 natürlich ein Moped, eine gelbe Puch MD50Cross mit sagenhaften 5 PS ( vorerst ? ). Nach dem Führerschein das erste richtige Bike. Eine Susi RD350 die einiges ausgehalten hat. Als Brigitte in mein Leben trat kam eine Transalp ins‘ Haus, sie musste nun ja soziatauglich sein. Da lernt man dann wie beschaulich das Leben doch sein kann. Tamara und Adrian kamen auf die Welt und damit war auch das beschauliche Leben zu Ende - auch auf dem Motorrad

Einer unserer Gäste verkaufte mir seine Honda1100 XX Blackbird. Damals sagenhafte 152 PS, nur leider nichts für die Passstraßen bei uns in Tirol. Zu groß und zu unhandlich. Nach nur einem Sommer habe ich sie wieder verkauft.
Inzwischen machte Brigitte den Motorradführerschein und düste auf ihrer ER 500 durch die Berge. Jetzt war guter Rat teuer, denn das Motorradbudget musste ja durch Zwei geteilt werden; also reichte es nur noch für eine Suzuki SV 650 – klein, wendig und mit Zwischengas herrlich zu fahren. ( die Moral aus der Geschicht: lern deiner Frau das Biken nicht ). Nach ein paar Sommern hat sich der Tank der Suzuki aufgebläht, Brigitte allerdings behauptete nicht der Tank sondern mein Bauch habe doch etwas an Umfang zugelegt

Jedenfalls wurde der Konflikt unangenehm und es musste etwas *Aufrechtes * ins Haus. Das Sahnestück in meinem Motorradleben – eine Honda Hornet 900. Ein Motorrad wie eine Turbine, meine Holde hat ihr auch den Namen *Giftzwerg* verpasst. Jetzt stellte Brigitte fest, dass die 50 Pferdchen ihrer Kawa doch etwas schwach auf der Brust seien und wir doch öfter mal die Bikes tauschen könnten , hä……. ? ( siehe oben ! ). Der freundliche Hondahändler hat ihr dann auch eine CBF 600 zur Probefahrt überlassen, ihre blauen Augen strahlten, unser Konto weniger. Das Leben ist hart in den Bergen.

Inzwischen ist auch der 50er hinter mir und der Fahrstil gemütlicher geworden. Nach 7 herrlichen Jahren habe ich die Hornet verkauft und siehe da, der gleiche freundliche Händler hatte auch eine CBF für mich, nun ja, die 1000er – wie heißt das Sprichwort doch so schön: * damit die Kirche im Dorf bleibt *………………..
40 Jahre auf 2 Rädern



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